Flickenlust statt Hosenfrust

Heute war ein Flicken-Tag. Schere, Spitze, Rosenstoff, zwei alte Jeans, eine Nähmaschine und etwas Zeit waren nötig um aus Jeans die am Knie kaputt waren neue Hosen zu zaubern. Ich hasse es, neue zu kaufen – diese ewige Probiererei nervt. Ich freu mich schon auf die nächste kaputte Jeans, denn ich hab eine faszinierende Methode entdeckt, wie man sie reparieren kann: Sashiko! Das ist eine Japanische Stickerei die sich auch zum Flicken von Kleidung eignet. Einen Stickrahmen und das Garn hab ich schon, bloß die Hose ist noch heil. Hätt ich nicht gedacht, dass ich mich mal drauf freu, dass eine Jeans ein Loch kriegt!

Love embroidered paterns! Teru Boyfriend Jean - Straight-Leg Denim - Ralph Lauren UK:

Dies ist eine NEUE! Hose von Ralph Lauren. Hier sieht man auch Sashiko.

Flickenmaterial

Ich habs erst mal hiermit gemacht. Die Spitze gabs übrigens bei Xenos sehr günstig. Kann sein, dass die lange Hose noch weiter bearbeitet wird. Ich hab ein Westchen aus Spitze von einer Freundin bekommen……………

 

 

 

 

Wo ist die Katze?

Na hinterm Kissen! Da lugt sie hervor………….

wo ist die katze

Die Idee ist geklaut, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Ich brauchte nämlich ein Geburtstagsgeschenk und da traf es sich gut, dass ich zufällig (gibt es Zufälle?) bei Pinterest so ein Katzenkissen sah. Da das Geburtstagskind mal eine schwarze Katze hatte und Pink liebt……….. Nun ja, die Stoffkiste gab schwarzen Samt und quitschgelben Satin her, ein bisschen Füllwatte war auch noch zu finden und das Kissen ist – ich muss es gestehen – gekauft. Ich hoffe, es wird Gefallen finden.

 

Stricktherapie

Da bin ich nun im Krankenhaus und warte auf die OP morgen. Ich bin ganz schlapp, aber stricken geht. Also hab ich Wolle eingepackt und versuch mich mal an Sommersocken aus einem Wolle/Baumwolle Gemisch. In denen kann ich hoffentlich bald wieder munter rumlaufen.

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Der Ausblick aus der 14ten Etage über Köln ist auch nicht schlecht und die Mitarbeiter nett. Da kommt Privatpatientenfeeling auf!20160520_183129[1]

Hilfe für Obdachlose UND Menschen auf der Flucht

In Enschede in den Niederlanden gibt es ein ganz tolles Projekt: Die Sheltersuit Foundation produziert aus Restmaterialien „Schlafanzüge“ für Obdachlose, damit die eine Möglichkeit haben, auch bei Kälte warm und trocken zu schlafen. Wir vom Verein Flüchtlingshilfe Solingen e.V. fanden das eine super Idee und haben uns überlegt, dass eine Kooperation ja nicht schlecht wär. Also haben wir die Leute in Holland besucht. Jetzt braucht es noch ein wenig Zeit und Geduld bis wir loslegen können. Vieles muss vorbereitet werden, Quellen für Material gefunden und Nähmaschinen besorgt werden. Aber dann können wir auch Sheltersuits produzieren und an die Menschen auf der Strasse im nächsten Herbst verschenken.

Wer mehr Infos will: http://www.sheltersuit.com/

http://www.fluechtlingshilfe-solingen.de/

Ach ja, noch was: Wir suchen nun alte Industrienähmaschinen. Ihr könnt uns auch mit Schlafsäcken und Zelten unterstützen. Oder Spenden für die Reissverschlüsse.

 

Gute Laune ;)

Kurz bevor die Osterglocken läuten und das Osterfeuer brennt hab ich noch ein paar Hühnchen genäht. Hab ja schon ein schlechtes Gewissen weil ich recht lange unproduktiv war. Der quitschgelbe Blümchenstoff schien mir genau richtig für fröhlichen Osterschmuck der mich zum Schmunzeln bringt. Vielleicht schaff ich noch mehr davon, aber da sie auch ein ideales kleines Geschenk sind, verschwinden sie gleich wieder und verbreiten anderswo gute Laune.

PS.: Gut dass die Hühnchen nicht zum Essen sind. Guckt mal hier: https://www.foodwatch.org/de/informieren/mineraloel/e-mail-aktion/

Handarbeiten für Frauen und Mädchen im Flüchtlingstreff

Heute ging es endlich los, mein Handarbeitsprojekt im Heartline Café.

Etliche Frauen aus Afghanistan waren da und machten sich über Wolle und Nadeln her. Es war ein bisschen chaotisch und auch ziemlich schwierig mit der Sprache, weil sie noch kein Deutsch und auch kein Englisch konnten. Aber wie immer ging es dann doch irgendwie. Die Projektidee einer Patchwork- Häkeldecke hat noch niemand aufgegriffen, aber das macht nichts. Ich konnte auch etwas Neues lernen – zwei Mädchen machten wundervolle Rosen. Am hinteren Ende des Tisches entstanden runde Teile – ich wusste nicht, was das werden sollte und erfuhr, dass es eine Art Waschlappen werden sollten. Eine Dame hatte sich ziemlich schwierige Granny Squares vorgenommen, gemeinsam tüftelten wir aus wie man sie macht. Ich bin gespannt, wer nächste Woche wieder da ist.

Ach ja, was ich noch sagen wollte: Wir brauchen noch Häkelnadeln! Also falls Ihr welche übrig habt schickt sie gerne an folgende Adresse:

Flüchtlingshilfe Solingen e. V.  Ufergarten 25,  42651 Solingen

Spülmittel selbst gemacht

Das Spülmittel ist alle. Und siehe da, durch eine andere Bloggerin stieß ich auf eine Anleitung für selbstgemachtes Spülmittel:

http://zerowastechef.com/2014/06/20/diy-dish-soap/.

Fand ich interessant. Man – öhm frau 😉 kann Verpackungsmüll sparen (ja doch, mein Soda hat leider eine Plastik Verpackung und die Seifenstücke sind nochmal in dünne Folie verpackt – aller Anfang ist schwer ), die Umwelt etwas schonen und offenbar die eigene Haut sowie den Geldbeutel.

Also: 3 Eßlöffel gehobelte Pflanzenölseife ( z.B. Marseille-Seife)

1 Teelöffel Waschsoda

2 Tassen Wasser

Wenn man will ätherisches Öl zum beduften (Meine Seife hat schon Zitrusduft)

Geraspelte Seife in das Wasser geben und erwärmen. Sobald die Seife aufgelöst ist Soda zugeben und gut verrühren. Ich hab hinterher noch mehr Wasser zugegeben, weil das Ganze auch nach ordentlichem Durchmixen noch sehr fest war. Nun steht der Praxistest an – ich werd später berichten wie gut dieses Spülmittel ist.

Erste Erfahrungen: Für Gläser ungeeignet, da ein leichter Film zurück bleibt. Überhaupt ist das Zeug ziemlich fettig. Das ist zwar nett für die Hände, aber abtrocknen muss sein, da sonst Flecken zurück bleiben. Ich werd nach Verbesserungen Ausschau halten.Falls Ihr bessere Rezepte habt: Bitte bekannt geben!

So, jetzt hab ich nochmal nach Alternativen geguckt. Und ich bin bass erstaunt, dass es ganz viele liebe Leute gibt, die es völlig umweltfreundlich finden, Spülmittel im grossen Kanister zu kaufen (per Versand) und den dann zurück zu schicken, wenn er leer ist (wieder per Versand). Ja glaubt Ihr denn, DAS wär Öko? Wieviel Benzin, verzeihung Diesel geht denn für den 2maligen Versand eines Behälters drauf???? Treiben wir hier nicht den Teufel mit dem Beelzebub aus? Hauptsache ohne Plastik aber der Rest ist egal? Bitte vergesst doch nicht, mal über den Tellerrand zu schauen und weiter zu denken als bis zu Eurer Nasenspitze.

Alles Beschiss! Asche auch auf mein Haupt!

So, da dachte ich also, ich hätte Olivenölseife gekauft, auf der Seite steht auch dick drauf: 72% d’huiles – mag stimmen, aber eben doch KEIN Olivenöl. Wie sich nach näherer Betrachtung der Zutatenliste herausstellt handelt es sich um PALMÖL!

Ja, da muss frau also auch besser aufpassen und immer ganz genau die Zutatenliste studieren, anstatt sich von den Firmen in die Irre führen zu lassen……………Dabei  sieht die Verpackung so schön „Öko“ aus. Und noch mehr „böse“ Sachen sind in meiner vermeintlichen Ökoseife: Tetrasodium EDTA (Schaumbildner) und Tetrasodium Etidronate (Konservierungsmittel). Na ja, bei Nahrungsmitteln ist das ja schon Routine bei mir, genau zu gucken. Manchmal ist das Leben so anstrengend……………

So, ich spül jetzt mit Aleppo Seife – ja richtig gelesen. Einfach bloss Seife. Es ist viel besser als der flüssige Mix mit Soda, hinterlässt weniger Rückstände und entfettet besser. Wer hätte das gedacht!